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 20. Dezember 2008 - Knatsch

Westfälische Nachrichten, 20. Dezember 2008

Nachbarschafts-Knatsch: Grün-Weiß Nottuln stimmt Vergleich zu

Nottuln. Lothar Feldmann, zweiter Vorsitzender des Sportvereins DJK Grün-Weiß Nottuln, wird bis auf Weiteres den Sportverein leiten. Er springt damit in die Lücke, die Jürgen Wüllenweber am Montag durch seinen „völlig überraschenden Rücktritt“ als Vorsitzender hinterlassen hatte.
Erst im Mai, so Feldmann am Freitagmorgen auf Frage der Westfälischen Nachrichten, werde aller Voraussicht nach ein neuer Vorsitzender gewählt. Am Donnerstagabend hatte der Vorstand getagt und sei „bestürzt“ über Wüllenwebers Entscheidung gewesen. Feldmann: „Seit Donnerstagabend sind wir auf der Suche nach einem neuen Vorsitzenden.“

Thema der Sitzung war aber nicht nur die Personalie „Wüllenweber“. Der Vorstand hat sich laut Feldmann auch dazu entschlossen, den inzwischen vorliegenden Vergleich zum Rechtsstreit mit Anliegern des Baumbergestadions zu akzeptieren – „nach intensiver Auseinandersetzung mit dem Inhalt“. Wie das bereits zuvor nach Aussage von Klaus Fallberg (Beigeordneter der Gemeinde Nottuln) die Kläger (Nachbarn), die Gemeinde Nottuln und der beteiligte Kreis Coesfeld getan haben.

Was genau dieser Vergleich besagt, dazu wollte der Grün-Weiß-Chef nichts sagen. „Das ist Sache der Gemeinde.“

Klaus Fallberg war hier auskunftsfreudiger, betonte aber auch, dass „die Tinte noch nicht trocken ist“ und er nicht ins Detail gehen werde. Dieses verriet Fallberg: „Es wird eine Lärmschutzwand gebaut.“ Eine massive Mauer aus Stein oder Beton, kein Erdwall. Stehe die Wand, seien die Lärmwerte nicht mehr zu beanstanden. Die Kosten für die Mauer trage die Gemeinde.

Überdies sagte Fallberg, dass Inhalt des Vergleichs auch der Verkauf von Grundstücken am Stadion an Anlieger sei. Die Grundstücke befänden sich im Besitz der Gemeinde, der Erlös aus dem Verkauf solle in die Finanzierung der Lärmschutzwand fließen.

Für die Anlieger werde durch die Möglichkeit, Grund direkt am Stadion zu erwerben, sichergestellt, dass der Lärmschutzwall nicht unmittelbar an ihre Häuser respektive ihre jetzigen Gärten angrenze.

Lothar Feldmann schloss das Gespräch mit den Westfälischen Nachrichten nicht, ohne dieses zu betonen: „Die Vereinsführung sieht sich in der Verantwortung, die Möglichkeit einer guten sportlichen und sozialen Jugendarbeit in Nottuln zusammen mit den vielen engagierten Übungsleitern und Betreuern auch für die Zukunft aufrechtzuerhalten.“ Feldmann weiter: Mit dem Ja zum geschlossenen Vergleich „dürfte das Baumbergestadion auch in Zukunft als Sportstätte für die Bürger und insbesondere die Jugend in der Gemeinde Nottuln zur Verfügung stehen“.

VON BETTINA LAERBUSCH, MÜNSTER

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